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Damen1
Heiße Partie in Frankfurt
Am bislang heißesten Tag des Jahres gönnten wir uns mannschaftsintern einen
gemütlichen Tag auf Katrins Dachterrasse bei Sekt und Pizza und dachten voll
Selbstzufriedenheit an die abgeschlossene Saison. Abgeschlossene Saison? Nein,
eine kleine Nebensächlichkeit war doch da noch zu erledigen?! Also fünf Stunden
zurück:
Am bislang heißesten Tag des Jahres gönnten wir uns mannschaftsintern eine
gemütliche Fahrt bei gefühlten 40 Grad in zwei unserer Wagen, mit denen wir -
eng aufeinander hockend und uns anschwitzend - nach verkehrsstockender Fahrt
Frankfurt erreichten, um dort in einem Relegationsspiel über Leben und Tod,
Regionalliga oder Oberliga, tolle Mainzer oder schlechte Mainzer zu
entscheiden.
Am bislang heißesten Tag des Jahres gönnten wir uns also eine kostenfreie Sauna
in den heiligen hessischen Hallen, um als Letzter der Regionalliga Südwest
gegen Lebach, den dritten der Oberliga Rheinhessen/Saar unser letztes
Saisonspiel zu bestreiten. Nebenan - spannender und fairer kann man das nicht
aufziehen - kämpfte dieweil Waldgirmes als Vorletzter gegen das drittplatzierte
Oberligalicht aus Hessen: Frankfurt. Ist das kompliziert? Ja, schreien alle im
Chor! Aber das muss so sein, sagt Christoph, weil ja dieses Jahr die neue
dritte Liga entsteht. Dadurch müssen dann die frei werdenden Plätze in der
Regionalliga ausgespielt werden. Dazu nimmt man dann die Tollen aus der
Oberliga und die Saisonversager aus der Regionalliga. Versager? Weit gefehlt!
Am bislang heißesten Tag des Jahres gönnten wir uns mannschaftsintern extrem
wenige Fehler und mannschaftsextern extrem effektive Angriffe und überhaupt
extrem dunkle Blockwände. Dagegen waren die jungen Damen aus Lebach allzeit
machtlos. Obwohl sie noch beim Einschlagen eine beeindruckende Technik bewiesen
hatten, konnten sie diese Fertigkeiten in den variablen Spielsituationen, die
wir wieder einmal provozierten nicht abrufen.
Am bislang heißesten Tag des Jahres gönnten wir uns und allen anderen, die
gerne an die Sonne auf die Dachterrassen wollten, also einen schnellen 3:0-Sieg
und schwebten auf Wolke Sieben zurück gen Heimat.
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